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In der Oase APEX Basecamp

  • Autorenbild: Reinhold
    Reinhold
  • 22. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Einen krasseren Gegensatz kann man sich fast nicht vorstellen: Während wir in 5.600 m Höhe bei winterlichen Bedingungen in einer Marslandschaft (zugegeben: gestern mit Schnee, den gibt es auf dem Mars nicht) arbeiten, lebe ich ansonsten im APEX Basecamp in 2.400 m Höhe im Grünen bei 30 Grad. Das Basecamp liegt am äußersten Rand von San Pedro de Atacama, einer Oase, die schon seit Jahrtausenden besiedelt ist. Hier sammelt sich in einer großen Senke das wenige Wasser, das von den Bergen kommt, und läßt der Flora und Fauna eine Chance.


Grüne Oase APEX Basecamp
Grüne Oase APEX Basecamp

Das APEX Basecamp wurde vor etwa 20 Jahren als Basisstation für das APEX-Teleskop gebaut. APEX wird vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie betrieben, und da ich in der Vergangenheit auch schon für dieses Teleskop Software entwickelt habe, war ich hier auch schon mehrfach zu Gast. Das APEX-Teleskop selber ist auf der Chajnantor-Hochebene, aber da man den Mitarbeitern und Wissenschaftlern keinen ständigen Aufenthalt in 5.000 m Höhe zumuten kann, wurde diese recht komfortable und grüne Anlage mit Unterkünften, Büros, Werkstätten und Laboren gebaut. Andere Observatorien haben ähnliche Basecamps in San Pedro, von denen ich schon einige kennenlernen durfte. Das APEX Basecamp hat mir mit seiner großzügigen grünen Anlage immer am besten gefallen, und als ich hörte, daß das CCAT-Observatorium als Untermieter hier einziehen würde, war ich sehr glücklich.


Außerhalb der Oase: Wüste und die Kette der Anden
Außerhalb der Oase: Wüste und die Kette der Anden

Verläßt man das Basecamp, steht man allerdings unmittelbar in der Wüste mit sehr viel Sand und spärlicher Vegtation. Aber dafür mit einem großartigen Blick auf die Kette der Anden, die meisten Gipfel 6.000 m oder höher.


Andenglühen
Andenglühen

Die Atmophäre im Basecamp ist ruhig und professionell, dabei herrscht aber immer gute Laune. Zur Zeit findet wegen des schlechten Wetters, das für diese Jahreszeit typisch ist, kein Beobachtungsbetrieb statt, daher sind im Moment keine Wissenschaftler im Basecamp, sondern ausschließlich technisches Personal. Das ist insofern für mich etwas schwierig, weil das überwiegend Chilenen sind, die natürlich untereinander Spanisch reden, was ich nur ganz rudimentär verstehe. Einige sprechen Englisch, aber durchaus nicht alle, so daß es mit der Komunikation bisweilen etwas schwierig ist. Aber irgendwie klappt es immer und die Laune ist, wie gesagt, immer gut!


Abendlicher Bumel um das Basecamp
Abendlicher Bumel um das Basecamp



 
 
 

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