San Pedro de Atacama - Touristischer Hotspot in der Wüste
- Reinhold

- 8. März
- 2 Min. Lesezeit

San Pedro de Atacama ist sicherlich der touristische Hotspot im Norden Chiles. Wenige tausend Einwohner treffen auf etwa 200.000 Touristen, die jedes Jahr den Ort besuchen. Neben Chilenen und Touristen aus anderen Ländern Südamerikas auch viele Europäern. Bei meinem Flug von Santiago nach Calama (etwa eine Autostunde von San Pedro entfernt) saß dann auch prompt ein deutscher Tourist neben mir. Einen Platz weiter dann ein anderer Astronom. Ich fürchte, wir haben den armen Mann etwas zugetextet ;-)
Viele Touristen also in San Pedro, der Ortskern besteht inzwischen weitgehend aus Hostels, Restaurants, Souveniershops und Büros von lokalen Unternehmen, die Touren in die Umgebung anbieten. Das alles in einem recht netten rustikalen Ambiente mit staubigen, ungepflasterten Straßen und kleinen Häuschen mit Adobe-Fassade. Das sich hinter der hübschen Fassade häufig dann die Mauer aus Hohlblocksteinen verbirgt, tut der netten Optik keinen Abbruch.

Die kleine Kirche im Ortskern ist sicherlich die meist fotografierte Kirche Chiles, wenn nicht Lateinamerikas. Vom Inneren habe ich leider keine Bilder, sonntags, wenn ich etwas Zeit hätte, ist sie für Touristen geschlossen.

San Pedro ist durchaus zu recht bei Touristen beliebt, da es in einer wirklich sehr eindrucksvolle Umgebung liegt und dabei als Oase inmitten der unwirtlichen Atacama die notwendige Infrastruktur bietet. Natürlich ist da zunächst das beeindruckende Andenpanorama mit der Kette von Vulkanen, die bis zu 6.000 m hoch sind. Dann in unmittelbarer Nähe die imposanten Landschaften des Valle de la Luna und des Valle de la Muerte mit ihren Sanddünen und bizarren Steinformationen. In der weiteren Umgebung gibt es weitere spektakuläre Ausflugsziele, die ich im Laufe meiner früheren Aufenthalte hier schon besucht habe. Über sie will ich in eigenen Beiträgen noch berichten.



Als Oase mitten in einer der trockensten Wüsten der Erde ist San Pedro seit tausenden Jahren besiedelt. Vor dem Tourismus, der vor etwa 20 Jahren kräftig Fahrt aufnahm, lebte es vor allem von Landwitschaft. Die Spuren davon lassen sich außerhalb des touristischen Zentrums immer noch finden. Vor allem das alte Bewässerungssystem, das heute noch genutzt wird, gibt davon Zeugnis. Das wenige Wasser, das der Rio San Pedro aus den Bergen bringt, wird über offene Kanäle auf die einzelnen Parzellen verteilt. Dabei bekommt jede Parzelle nur etwa alle zwei Wochen Wasser zugeteilt. Dann wird das Gelände für ein paar Stunden geflutet, das reicht, um eine durchaus ansehentliche Vegetation zu erhalten.



Es gäbe noch mehr über San Pedro zu berichten, aber hier soll es genug sein. Kommt Ihr mal nach Chile, dann plant eine Woche in San Pedro ein: Es lohnt sich!




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